Wolfgang Neisser

Collposing Art

KUNST GEFÄLLIG oder KUNST KONTROVERS

 

„Nein, die Malerei ist nicht dazu da, die Appartements zu schmücken. Sie ist eine Waffe zu Angriff und Verteidigung gegen den Feind.“
– Pablo Picasso

 

„Kunst kann nicht modern sein; Kunst ist urewig.“
– Egon Schiele

Welcher Ansicht sind Sie? Waren die Bilder der abstrakten Expressionisten aus den USA wie die von Jackson Polock, Franz Kline, Mark Rotho, Willem de Koonig, Barnett Newman oder der in Deutschland wirkenden Karl Otto Götz, Hans Hartung, Emil Schumacher oder Willi Baumeister rein formalästhetisch und thematisch eher berufen, in den Kunstolymp der westlichen Welt empor gehoben zu werden als 90 Prozent aller anderen Künstler, die stilmäßig ebenso arbeiteten oder gearbeitet haben?

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Die abstrakten Expressionisten aus Deutschland suchten nach den Schrecken und Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges mit der Ekel erregenden „Blut-und-Bodenkunst“ wie der verfemten „Entarteten Kunst“ nach neuen Wegen, die alles Figürliche oder Realistische bewusst ausklammerten, um nicht in den Verdacht zu geraten, irgendwie in einen Vergleich zu rutschen oder gar als Verräter an der Kunst als solche bezeichnet zu werden.
Kunst ist immer politisch, auch wenn sie scheinbar als gegenstandslos nur dekorativ wahrgenommen wird und gerade am Beispiel des abstrakten Expressionismus können Kunstinteressierte erkennen, warum und wie die sogenannte zeitgenössische Kunst seit 1950 in die Museen und in die architektonisch großzügigen Säle der Wohlhabenden und Einflussreichen einkehren konnte.
Johannes Grützke, der in der Frankfurter Paulskirche das kollosale Rundgemälde der ersten demokratischen Versammlung Deutschlands figürlich eindrucksvoll präsentierte, ist schon verstorben, wurde aber schon zwanzig Jahre zuvor von vielen Experten ins Vergessen geschickt. Grützke war Mitbegründer und bekanntester Maler der Schule der Neuen Prächtigkeit und galt als einer der intelligentesten und politischsten Künstler der westdeutschen Kunstszene.
In der DDR galten die figürlich malenden Künstler Willi Sitte, Werner Tübke, Bernard Heisig und Wolfgang Mattheuer als Stars und Unterstützer der sozialistischen Gesellschaft, auch wenn die Werktätigen des Arbeiter- und Bauernstaats deren Kunstwerke als verlogene Propaganda verurteilten, weil sie der Meinung waren, als instrumentalisierte Opfer ihrer miesen Verhältnisse missbraucht worden zu sein.
Die bundesdeutschen Medien verspotteten sie als Staatsmaler, weil sie angeblich  den Sozialismus thematisch verherrlichten. In diesem Sinne waren sich die Kunstkritiker einig, deren Kunstwerke als banale, aber begabte Pinselübungen abzuqualifizieren. Erst nach der Wiedervereinigung begriffen viele, dass diese Künstler nicht nur oberflächliche Staatspropagandisten waren, sondern hintergründige und stilistische Meisterwerke geschaffen hatten. Wer das raumfüllende und unvergleichliche Rundgemälde von Werner Tübke in Bad Frankenhausen in der eigens dafür gebauten Rotunde einmal sah und sich einigermaßen in deutscher Geschichte auskannte, fand in den Figurengruppen und in den Geschichtsszenen ein kritisches und genau recherchiertes Gemälde über den Bauernkrieg und den Reformer Thomas Münzer. Das Werk eines Meistermalers, aber ein bei uns in der BRD politisch „Verfemter“, der als Freund des ZK der SED verunglimpft wurde. So wie die Nazis die deutschen Künstler der 20er und 30er Jahre in den Dreck zogen, so zogen einige westdeutsche Kritiker über die DDR-Kunst her. Nach dem Mauerfall, dauerte es noch sehr lange, bis die Riege der ostdeutschen Künstler so gewürdigt wurde, wie sie es verdienten.
Heute bezeichnen alle seriös urteilenden Kunstexperten diese Abscheu nur als beschämend und als politische Kritik im Sinne des kalten Krieges, die bewusst von der Bonner Regierung ausgeschlachtet wurde.
Als dann aber der Höhenflug der Maler der sogenannten Leipziger Schule mit ihrem Starmaler Neo Rauch in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts auftauchte, hypte man den Schüler von Arno Rink und Berhard Heisig als Genie eines neuen fantastischen Poprealismus. Die Preise seiner Werke stiegen sehr schnell in schwindelerregende Höhen. Mit der Kunst ehemaliger DDR-Bürger war die figürliche Malerei wieder angesagt und eroberte die Herzen und Geldbeutel der Sammler, Kuratoren, Galeristen und Museen. Rauchs figürlich angelegte Großgemälde wurde von der Kunstkritik als Geniestreich gefeiert. Allerdings führt die Hitliste der best verkauften Malerinnen immer noch der 90jährige Gerhard Richter an, der aus Sachsen in die BRD flüchtete und höchstem Ruhm ernten konnte. Richter erschuf seit 30 Jahren fast ausschließlich Abstraktionen und bewegt sich stilistisch im Kreis. Aber ein einmal eingebrannter Nimbus verblasst nicht so schnell. Wie bei Picasso, Dali, Braque, Twombly oder Mondrian, aber das gehört zur Heterogenität der Kunst und ist für die Werke all dieser Künstler in ihrer Kreativität und Qualität nach meiner Meinung unangreifbar.

Wer aber qualifizierte die Künstlergenies, wer konnte so viel Einfluss und Kontakte ausnutzen, um einen Künstler oder eine Künstlerin in den Olymp des MoMa, des Centre Pompidou oder der Tate Modern zu hieven? Die Antwort liegt neben der Macht der Medien im neoliberal gelenkten Kunstmarkt, der von Finanzoperateuren der mächtigen Großbanken und deren Hedgefonds gekapert wurde.
Dass nur die Superreichen und Mächtigen die Gewinner der ungebremsten Finanztransaktionen sind, kann nur ein Teil vieler möglicher Erklärungen sein, obwohl Geld und Macht die Kunstszene inzwischen flächendeckend beherrscht. Bedeutend unbegreiflicher und teilweise verstörender erscheint mir seit vielen Jahren die Performance- oder Konzeptkunst, die vor allem auf den Biennalen und großen Kunstevents gezeigt werden und für sich den Anspruch erheben, politisch, kritisch, aufklärerisch oder verändernd zu sein. Meines Erachtens und das konnte ich auf der documenta in Athen beobachten, verstand ein Großteil der Besucher nicht im Geringsten, was der Künstler oder die Künstlerin mit seiner/ihrer oft kryptischen, rohen, oft dilletantischen Aussage überhaupt meinten. Bei jeder Nachfrage erhielt ich fadenscheinige und ausufernd fadenscheinige Erklärungsversuche, die mit eigentümlichen Überzeugungsargumenten geradewegs an jeder beliebigen Erklärung entlangschrammten. Auch wenn das sehr subjektiv klingt, weiß ich sehr genau, dass meine Meinung unter den Kunstexperten unmittelbar als objektvistische Äußerung zerrissen wird. Diese Gegenkritik kann ich aushalten und möchte zu meiner Entlastung erklären, dass es durchaus auch sehr gute Protagonisten dieser Kunstbewältigung oder -überwältigung gibt.

Ich möchte in diesem Sinne die deutschen Maler der Neuen Sachlichkeit wie George Grosz, Otto Dix, Anton Räderscheid,  Jeanne Mammen, Felix Nussbaum, Franz Radziwill, Lotte Laserstein, Rudolf Schlichter, Karl Hubbuch und allen anderen dieser Stilrichtung meine Referenz beweisen, weil sie in einer der politisch brisantesten Zeiten deutscher Geschichte unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Machtergreifung der Nazis kritisch, sarkastisch und hintergründig die Zeitgeschichte begleiteten und diese zerrissenen Jahre präzise dokumentierten. Ich liebe diese Kunst und fühle mich dieser Stilrichtung in meinen Bildern verbunden, auch wenn meine Arbeiten von den meisten Betrachtern wahrscheinlich diametral unterschiedlich bewertet werden.
Genauso begleiteten mich die US-Amerikanischen Popartisten Robert Rauschenberg, James Rosenquist, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg, Jasper Johns, Larry Rivers oder der deutsche Sigmar Polke, der in der deutschen Nachkriegskunst mit seinen ironischen und phanatsievollen Bildern heraussticht.
Der neue Kapitalistischen Realismus der frühen Werke Gerhard Richters, Konrad Luegs und Manfred Kuttners kann in meiner Arbeit leider nicht reüssieren, auch wenn ich für diese Aussage gekreuzigt werden sollte. Das macht nichts, weil jeder Künstler eigene Wege gehen muss und es keiner in der Hand hat, wie man durch seine Kunst das Leben für sich und andere bestreitet oder sichert.
Dafür sind alle Collagekünstler des letzten Jahrhunderts meine speziellen Vorbilder, besonders Hannah Höch, Kurt Schwitters, Raoul Haussmann, Juan Gris, Max Ernst und Wolfgang Hildesheimer (wenn er überhaupt dazugehört). Würde ich eine Hitliste der mich anregensten und abstoßenden Künstler oder Künstlerinnen anlegen müssen, wäre allerdings der Aufschrei wie eine schief und schräg gesungene Verdiarie. Angenehm wären mir immer einige alte griechische und römische Skulpteure und Baumeister.

Rembrandt, Jan van Eyck, Ilja Repin, Gustave Caillebotte, Gustave Doré, Gustave Courbet, Jacques-Louis David, Francisco Goya, Michelangelo, Hieronymus Bosch, Joaquin Sorolla, Vincent van Gogh, Edouard Manet, James Ensor, Max Pechstein, Alfons Mucha, Lovis Corinth, Wilhelm Busch, Jean Tinguely, Tomi Ungerer, Diego Rivera, Robert Crumb, F. W. Bernstein, Hans Traxler oder Sigmar Polke, liebe ich sehr, weil sie „authehtisch“ sind weil sie mir auf Anhieb einfallen.
Und die anderen, die ich mir nicht so gerne ansehe, werde ich nicht nennen, weil ich bestimmt einige vergessen würde und auch keinen anderen Menschen auf die Füße treten will. Jahrelang bin ich durch die Museen Europas gestreift und konnte meine subjektiven Ansichten vor Ort bestätigen. Meine Sicht auf diese Künstler sollen aber kein Wertmaßstab für andere Kunstliebhaber sein, weil ich der Meinung bin, dass jeder, der sich mit Pinsel und Farben, Hammer und Meißel, Tusche und Tinte zu verwirklichen versucht und sich in Exzellenzübungen erprobt, immer die größte Achtung der Gesellschaft verdient. Denn nur die Künstlerinen wissen genau, was es bedeutet, ihr Leben der ästhetischen Umsetzung ihrer Gedanken und Gefühle zu widmen.

Seit 2022 arbeite ich an der Serie „KUNST KONTROVERS“, in der ich die Kontroverse der künstlerisch durch Museen und Kunstauktionen geadelter Objekte, seien es Fotografien, Malereien, Grafiken, Videokunst, Skulpturen, Architekturen, Wandgemälde oder Design durch eine Gegenüberstellung alltäglicher Gegenstände auf den Prüfstand der ästhetischen Wahrnehmung stelle. Indem ich verändere, karikiere, neue Elemente meiner Assoziationen oder Wahrnehmungen hinzufüge, absurde Schleifen drehe oder alles auf den Kopf zu stellen versuche, wage ich die Aussage: „Das ist KUNST“ zu konterkarrieren und zwinge jeden Betrachter sicherlich zu erheblichen Gedankenstürmen oder Gewissenskonflikten. Ich verfälsche bekannte Kunstwerke, indem ich sie nach neuen Kriterien der aktuellen Gender- oder Diversdebatten elementar in Frage stelle und versuche eine Diskussion anzuzetteln. Ob es mir gelingen wird, ist eine ganz andere Frage. Geschichtliche Ereignisse, die nicht jeder kennt oder schon lange vergessen sind, bilden eine weitere Komponente in KUNST KONTROVERS. Aber auch seltene Fundstücke, die jeder übersieht oder ignoriert, wenn sie oder er Stadtlandschaften erkunden, gehören dazu.
Städte müssen planmäßig erlaufen werden und durch Bücher Wissenserweiterung finden. In urbanen Landschaften muss auch das zitiert und gezeigt werden, was keiner sieht, was keiner sehen will, was aber für den Charakter jeder Stadt von größte Wichtigkeit ist. Wieviele Kilometer ich durch Arles, Barcelona, Madrid, Wien, Beziers, London, Florenz, Köln, Marseille, Venedig, Ravenna, Paris, Perpignan, Athen und Piräus gelaufen bin, kann ich nicht mehr genau sagen, wie auch, denn während meiner Fotoexkursionen oder Flanierungen verfüge ich über keinen Kilometerzähler, aber abertausende Fotos beweisen, dass ich alle Fotos in jeder dieser Städte geschossen habe. Dies Fotos beweisen meine Streifzüge und sprechen eine eindeutige Sprache. Für mich ist die Beschäftigung mit Kunst die Aneinanderreihung von Fragen, die neue Fragen aufwerfen, von Assoziationen, die meine Arbeiten jeden Tag bereichern und in meine Bilder einfließen.

Warum wird das eine als Kunst von Experten, Kuratoren oder Sammlern über alle Maßen in den Himmel gehoben und das andere als Unsinn oder Banalität bezeichnet? Warum wird das Eine übersehen und das Andere in allen Museen gezeigt? Warum nennt der der Eine Villen, Yachten und Ländereien sein eigen und warum weiß der Andere nicht, wie er sich seine Arbeitsmaterialien Farben und Pinsel kaufen kann.
Werden meine Kunstgriffe der Veränderungen in meinen Bildern KUNST-KONTROVERS überhaupt wahrgenommen oder werden sie als unverständlich bei Seite geschoben. Was ist Kunst und ist die Kunst, die in den Museen, Galerien und Kunstvereinen hängt, wirklich die Kunst, die einer allgemeinen Beurteilung in Ästhetik, Formgebung und Thematik standhalten kann oder unterliegt sie nur willkürlichen Entscheidungen wissenschaftlich anerkannter oder selbst ernannter Experten, Galeristen, Sammler oder Medienkritiker? Oder ist die Kunst, die über einen Wert definiert wird, lediglich das Objekt von Finanzspekulationen, deren vordringlicher Sinn es ist, weitere Wertsteigerungen zu erzielen?
Das beschäftigt mich und ich werde meine Anschauungen über Kunst im Sinne des Buches von Georg Seesslen „Geld frisst Kunst, Kunst frisst Geld“ weiterführen.

„Im Gegensatz zur Philosophie sucht die Kunst nicht nach Inseln der Sicherheit, von denen andere Erfahrungen als fantastisch oder imaginär ausgestoßen oder als Welt der sekundären Qualitäten oder des Genusses, des Vergnügens oder des gesunden Menschenverstandes abgelehnt werden können. Kunst radikalisiert den Unterschied zwischen dem Wirklichen und dem bloß Möglichen, um durch eigene Werke zu zeigen, dass es auch im Bereich der Möglichkeiten Ordnung gibt. Die Kunst widersetzt sich, um eine Hegelsche Formulierung zu verwenden, der „Prosa der Welt“, aber genau aus diesem Grund braucht sie diesen Kontrast.“

Niklas Luhmann

Sinn, Unsinn, wissenschaftlich scheinbar zutreffende Bedeutungen, das Unmögliche und das vermeintlich Spektakuläre, der Hype um die Fetische des Kunstbetriebes, die Diskrepanz zwischen Schein und Sein, die Entlarvung der zeitgenössischen Kunstproduktion, aber auch die Würdigung der Kunst in den jeweiligen Städten wie auch die Wichtigkeit subversiver oder subkultureller Kunstwerke in der Street-Art werden anhand von mir selbst fotografierten, umfangreichen Fotoserien in den jeweiligen Städten in der Reihe kunstkontrovers thematisiert.
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Paris, London, Brüssel. Madrid, Wien, Stockholm, Venedig, Gent, Florenz, Ravenna, Triest, Köln, Berlin, Beziers, Perpignan, Rotterdam, Den Haag, Amsterdam, Athen, Barcelona, Bilbao, Marseille, Strassburg, Lüttich, Arles, Rouen, Le Havre, Maastricht, Palermo sind die bis jetzt gestalteten Bilder im Format 56 x 42 cm auf Artbond mit Rahmen, die auf Anfrage und entsprechender Verhandlung zu Kauf angeboten werden.Ich bin ja nicht erst seit gestern in der Kunstszene unterwegs, aber schon immer hat mich das Elitäre, das Marktschreierische und die Besserwisserei sogenannter Experten angewidert. Ich lese die Bücher von Wolfgang Ulrich, Daniel Tyradellis und natürlich ist Georg Seelen mein absoluter Hero, aber auch David Gräber und Picktety, schaue mit Grauen Kulturzeit und verweigere mich allen anderen Sendungen über Kunst, es sei denn arte bringt was und art.tv bringt immer etwas. Die Dokumentation über Jim Morrison und vor allem das Design schlagen alles, was man ansonsten in Deutschland so kennt. Für mich ist der Kunstbetrieb nur eine Geldmaschine und ein Fetischistenclub und diese horrenden Summen mehrerer Millionen Dollar, die bei Auktionen erzielt werden, machen mich wütend, angesichts der Ungerechtigkeit auf dieser Welt. Die eitlen Kunstharzen und Kunstchargen haben nichts verstanden und wenn das Glücksrad sie einmal ins Rampenlicht zerrt, dann kommt der Geldregen. Geld frisst Kunst und Kunst frisst Geld. Aber nicht bei mir. www.arte.tv

Kunstkontrovers Paris- ist eben der Eiffelturm nicht da, weil ich keine Ansichtskarten gestalte, sondern Bilder über Städte, die man nur begreift und kennenlernt, wenn man per pedes durch die Straßen läuft, flaniert, in Bistros kommuniziert, soweit es die Sprachkenntnisse zulassen.
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In Parks und auf Plätzen, in Museen und Kirchen, man läuft um gute Einrücke zu haben und fotografische Ergebnisse zu erzielen, die ich verwerten kann. Und warum läuft der Mann stundenlang durch diese Städte, indeml er alles fotografiert, was ihm auffällt, was bizarr oder vermeintlich langweilig ist, was das Auge und die Seele berührt und was die vielen Touristen in so einer großen Stadt nicht sehen oder nicht sehen wollen. Ich sehe auch nicht alles und wenn ich wollte, könnte ich aus all meinen Fotos hunderte neue Bilder machen. KunstKontrovers zeigt Städte, wie sie der Kunstfreund noch nie gesehen hat und vermittelt Perspektiven und Denkansätze, welche die Realität konterkarrieren Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage. Paris und Manet mit Irritierungen, die herauszufinden sind. Erinnerung an Yves Klein. Text Moustaki. Niki de St. Phalle. Im Himmel ist immer Gourmandise. Jean Gabin. Struktur aus dem Gehry-Universum. Maccarones. Der Hetzer Eric Zeymour ohne Hosen vor dem Tor des Palais des Invalides. Die Desmoiselles du jardin du Luxembourg. Arc de Triomphe ukrainisch. www.arte.tv und andere

KunstKontrovers - Berlin 2023 - Zusammengestellt aus zehn Jahren Fotografie bei Besuchen - 56 x 42 cm - Preis auf Anfrage - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Berlin. Westend. Der Bahnhof ist Berlinern sehr bekannt und die lange Heerstraße führt unmittelbar ins zentrum. Bethanien, was wissen die meisten über das ehemalige Krankenhaus und die 70er Jahre in Kreuzberg. Die Skulptur sollte bekannt sein - Sagt uns endlich die Wahrheit, wo steht das? Zilles Grabstein wird auch für Kundige schwer zu finden sein. Die Torte zum provoque Genuss. Schmeissfliegen, wo? In Berlin überall. Das Plakat aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, umgewidmet. Wahnsinn - Bornholmer Brücke, wann? Was ist das für ein Fries und wo kann man es sehen? Tamara (wer ist Tamara) auf dem Pferd der Antike. Akademische Brauerei. Anna in Memoriam. Der lange Alex, wo? Humboldtforum?

KunstKontrovers - Venedig - 56 x 42 cm - Acryl auf Dibond, oder als hochwertiger Druck - Preis auf Anfrage
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Venedig ohne alles, was von Venedig erwartet wird, aber ebenso wertvoll und einzigartig. Es wird schwer zu erraten sein, wo ich da wieder herumgestrolcht bin. Hinweis auf eine Stadt, die als Staffage den Voyeurismus bedient und nach einigen Kirchen und Scolae mit dem Markusdom sind die meisten schon satt und treiben sich auf der Ameisenstraße herum. Ich lege wert darauf, dass Kunstwerke und Besucher, die bei den Biennalen das Stadtbild übervölkern unsichtbar sind und bleiben. Venedig. In dieser Komposition sah bisher keiner Venedig, ohne all die weltbekannten Stätten zu nutzen. Wer sich durchbeißt, erlebt Überraschendes. Wer von den vielen Installationen die Nase voll hat, soll sich dieses Bild genauer anschauen.

KunstKontrovers - Marseille - 56 x 42 cm - Preis auf Anfrage
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Marseille. Da kommen Vorurteile auf: schmutzig, kriminell, zu viele Ausländer aus Nordafrika, man muss immer aufpassen, nicht beklaut zu werden. Tor zu Afrika und dem mittleren Osten. Die Sonne gehört zu dieser Stadt wie der Mistral, was soll diese banale Hauswand? Dahinter Typografie aus der neuen Architektur der Docks, da wo früher Tagelöhner Schiffe entluden. Eine Marktszene - achte auf die Köpfe und was Sie sagen. Jeannette und Marius 2020. Was mag das sein, dieser Herrenhaussitz an der Corniche. Das Seefischmenschmonster ist tatsächlch zu sehen. Muscheln und Boxhandschuhe im Bistro, erinnert euch. Welcher Boxer? Der Junge mit der Zwille, recht so. Pannier, dit moi ou tu vas? Ail, der Geruch der Provence. Und immer wieder Lavendel, Thym und Rosmarin. Dicke Taue für die großen Segler, die ab und zu noch kommen. Paella, pret a manger. Plakette an der Wand der Hafenaufsicht. Klingelknöpfe aus der Vergangenheit. Les Paroles de Damien Saenz - kritische Musik. Ein Restaurant am Hafen - der Schriftzug sagt alles. Anker. Überall sind Fische versteckt. Seife ist zweifelsohne immer auch Marseille. Savon bon. Ja und das Panorama der Stadt? Wo? Die Skulptur so bunt, wo? Der eingestanzte Text, was? GS. Je suis comme les termites. Ah, die Espressotasse, morgendlicher Duft.

Stockholm ist die Hauptstadt Schwedens und vermochte leider keine relevanten Einblicke in eine Nebengeschichte von Ästhetik und neuen Authenzitäten bieten, weil das Stadtbild sehr stark von der Vergangenheit geprägt ist und selbst in den sogenannten angesagten Stadtteilen der Innenstadt konnte der Fotograf zu wenige neue Aspekte der Stadtidentifizierung aufspüren.
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Stockholm zeigte sich in der bürgerlichen Mitte der Stadt als nahezu Graffiti- und Stencilfrei, Merkmale, die der Fotograf bei jeder anderen Großstadt als Zeichen einer neu wachsenden und erwachenden Urbanität ansah. Dafür sehen wir alte Schilder und Schriftzüge, typische Merkmale einer Stadt am Meer mit Schiffen und Markierungsbojen. Ich bediene mich nicht nur der Geschichte wie die Exilanten (Kurt Tucholsky und Nelly Sachs) Adamson die Karikatur von Jacobsen als Urvorlage für Homer Simpson, ja da staunt ihr, August Strindberg, Ingemar Johannsen, der berühmte Schwergewichtsboxer und Weltmeister und die vielen Fotos, die ich im Stadtteil Östermalm, speziell in der Nähe des Platzes Nytorget in die Kamera einschloss. Ansonsten ist Stockholm für mich langweilig gewesen.

KunstKonrovers - Arles - 2021 - 56 x 48 cm - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - Preis auf Anfrage
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Arles. Antikes Kleinod an der Rhone und Innovationsschmiede für Ökologie, Ökonomie, Fotografie und Ästhetik. Da fliegen die Zwingen und Setzhaken. Duchamps lässt ready grüßen. Flaschenständer, na und. Le Roi, c´est moi, aber wer? Schöne Frau war früher hellhäutig. Die schönen Iris und das einsame Ohr. Immigranten sind völlig normal in dieser Stadt, die von einem Kommunisten regiert wird. Noch. Aber dennoch erwähnenswert. CGT - da fluchen die Le Pens. Weckruf für alle, die durchs Netz fallen. Die Kornfelder in Richtung Tarascon. Der Himmel ist immer eine Kuppel. Festival de Photographie und ein Mädchen aus Tunesien. Rivesaltes berühmt und berüchtigt. Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.

KunstKontrovers Rouen 2022 - 56 x 48 cm Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage
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Rouen. Marcel Duchamp war einer meiner Paten für diese Serie. Seinebrücke. Uhrwerk Original. Jeanne d`Arc - ihr letzter Gang. Theodor Gerricault. François Hollande. Gustave Flaubert. Annie Duppery. Warum, wieso, weshalb? Fragen über Fragen. Und wo ist Jacques Rivette? Pierre Corneille. Und die normanische Fachwerkskunst und eine Huldigung an den Calvados? Alles weitere suchen sich Kenner zusammen. Das soll Rouen sein, ja das ist Rouen, wie es wurde, was es heute ist. Und wie jede Stadt wird sie sich weiter verändern.

KunstKontrovers Le Havre - 2021 - 56 x 48 cm Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Le Havre an der Seine Mündung. Viel zu oft touristisch verschmäht, weil man schnell in die Bretagne will und außerdem, diese Stadt hat nichts zu bieten. Falsch gedacht, das ist eine wahre Schatzgrube. Departement Seine-Maritime. Von englischen Flugzeugen 1944 total zerstört und nach dem Krieg flugs wieder aufgebaut. Wo sind die vielen Hinweise? Perret und Niemeyer schaffen das Wunder in einem Masterplan, der Geschichte schreibt. Der Seinehafen und der entschlüsselte Rationalismus des Bauplans mit der Schönheit der Betonarchitektur. Zazie dans la Metro, wer schriebs? Wer verfilmte es? Und unten drunter liegt der Masterplan, der auf einem großen Architektenblatt gezeichnet wurde. Im Original findet man alles, was diese Stadt zum Weltkulturerbe gemacht hat. Le Havre ist ein Wunder, denn nach der Totalzerstörung wurde es nach neuen sozialen und infrastrukturellen Plänen so wiederaufgebaut, dass die Bevölkerung in eine völlig neue, in die Zukunft gerichtete Stadt einziehen konnten.

KunstKontrovers Brüssel 56 x 48 cm Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Brüssel. Bruxelles. Brussels. Europäische Hauptstadt, Meltingpot of Nations. Meltingpot der Bürokratie, Eurokratie. Wer kennt Arno, den genialen Barden aus dem Norden. Wer den Chapeau, die Melone, aber nicht kopflos, will nicht sehen, was los ist, oder? Art deco, Jugenstil, de Stijl, bande dessinée. Ein Affe, wer was Blödes dabei denkt. Nur zu, wir sind in Brüssel. Audrey, warum bist du hier? Der Leopold, der Leopold, ein garstig Kolonisateur und Mörder fürwahr. Abgehackte Hände, grauslich. Millionen Neunen meinen die Afrikaner, die nicht überlebten. Pompidou am Kanal bei ehemals Cintroen. Die Schreibmaschine, pures Design. Das Wahrzeichen aus dem Jahr 1958. C´etait au temps ou Bruxelles bruxilliait? Pardon quoi? Was hat die Glocke geschlagen und wo? Der Radfahrgott, ein Kannibale? Orientierungsplan im KANAL. Voila Deesse.

KunstKontrovers Köln - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Köln. Cologne. Colonia. Die Metropole am Rhein. Die gotisch, byzantinisch Fassade des Bahnhofs. Immigranten - Menschen und Halsbandsittiche. Hacketauregiment. So hoch, viel zu hoch und der Preussenadler trohnt über allem. Und trotzdem ist es wahr. Wie Napoleon. Was, wieso, alles in Ordnung, oder? Express, 12:0 MG. Der Maler schrieb, aber welcher? Von der Geburt bis zum Hinscheiden - Kölle. Mülheim, Wiege der Industriekultur und vieles verschwindet mehr und mehr. Kölschsaft. Krahn. Fort. Romulus und Remus. Rokokokuppel, wo kann sie sein? Little Willi oder Big Bill? Der Priester und die Arbeiter. Zug um Zug und Signale zu oft auf Stopp. Die wahren Geistesgrößen und Macher sind sockelfest. Ein wenig Ludwig und ganz wenig Dom. Die Maria, kennt jeder, oder? Karneval, na ja.

KunstKontrovers Athen-Piräus - 2022 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Athen. Ewiger als Rom, Wiege der Philosophie. Viele schöne Graffitis im Exarchia Paradies. Fix schmeckt gut und hat Kultur, die jeder sehen kann. Odysseus, na klar. Syntagma und die verrinnende Zeit. Skulptur im Öffentlichen Raum, aber besser als vieles, was sich zeitgenössisch schimpft. Das alte Stadion der Olympioniken wird gut beschützt. Erinnerungen an schlimme Zeiten vor nicht allzu langer Zeit. Der Kunsttempel des Reeders mit dem fantastischen Mobile. Blick durch die Brille - Piräus. Agamemnonmaske. Die Ahnenriege der großen Kämpfer, Denker und Künstler. Schwarze Katze bringt Glück.

KunstKonrovers Belgien - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Belgien. Brüssel. Flandern. Wallonie. Flämisch. Französisch und ein bißchen Deutsch. Oh Gott in Val de Dieu ist der heilige Geist in Gläsern. Der Kanal die Transportwege nach Nord- und Mitteleuropa. Die Dünen, das Meer. Warum diese Rollschuhe? Warum das Saxophon? Schweine und Rinder sprechen meistens Flams. Karnevalfolklore. Ein Maler und ein kleines Museum am Meer, sehenswert. Adolphe und World Saxophone. Da freut sich Bill Murray. Schlachtfeld der Welt. Für mich bedeutet Belgien Freiheit, wann immer ich mich zwischen Wallonie und Flandern herumtreibe. Eine besonders schöne Region ist Ostbelgien rund um Eupen, Malmedy und St. Vith, in der Deutsch Amtssprache ist. Und neben Delhaize, dem Supermarktolymp steht in Eupen ein kleines, aber ansehnliches Museum.

KunstKontrovers Wien - 2022 - 56 x 48 cm - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage. Preis auf Anfrage
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Wien. Wien nur du allein und viel mehr. Tu felix Austria. Alle Räder bleiben still, wenn, ja wer . . ? Der geniale Maler des menschlichen Körpers. Der Fuchs ist los. Und der Karl aus Trier gab einer großen Siedlung seinen Namen, zurecht. Die vielen einzigartigen Schilder, typografische Leckerbissen oder Kitsch? Wo ist denn der große Alfred, der Machtkünstler mit Hammer und Meißel. Bissig und viel Vodka. Ein Visionär, Ästhet und dann der geniale Dekorateur aus der Jahrhundertwende - vor und nachher - der gesamten Stadt, ein Visionär der Dekoart. Und diese Bibliothek mit der wunderbaren Holzarbeit, Ruhmeshalle für Bücher, manchmal hoch mit der Leiter zum Wissen. Wo ist sie?

KunstKontrovers Amsterdam - 2022 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Amsterdam. Ein Bild reicht nicht aus. Rembrandt wusste warum und im Riyksmuseum merkt der Besucher, was diese Stadt zum Gesamtkunstwerk macht. Grachten, Handelshäuser, Kirchen, Museen, neue und alte Architektur noch und nöcher, na ja. Millionen Postkarten, ein Blick, kenn ich und weg. Aber die Geschichte muss ab und zu richtig umgedreht werden. Nachtwache, aber mal anders. Waren das nicht honorige Herren und Verteidiger der Stadt, weiße junge und alte Männer. Black and White lives matter. Das alte Horn, warum? Warum nicht. Die Frauen der Stadt, der Welt. Die Dunkelhäutige auf dem Feld, die Blasse im Schloss, die Undurchschaubare aus Fernost. Courbet und was macht der Kopf, was soll die Heugabel und der Quader? Und Chillida, was macht er da so horizontal. Dahingerafft auf freiem Feld, ein Mensch, ein Gott? Amsterdam. Ein Bild reicht nicht aus. Rembrandt wusste warum und im Riyksmuseum weiß der Besucher auch, was diese Stadt zum Gesamtkunstwerk macht. Grachten, Handelshäuser, Kirchen, Museen, neue und alte Architektur noch und nöcher, na ja. Millionen Postkarten, ein Blick und weg. Aber die Geschichte muss ab und zu richtig umgedreht werden. Nachtwache, aber mal anders. Waren das nicht honorige Herren und Verteidiger der Stadt, weiße junge und alte Männer. Black and White lives matter. Das alte Horn, warum. Warum nicht. Die Frauen der Stadt, der Welt. Die Dunkelhäutige auf dem Feld, die Blasse im Schloss, die Undurchschaubare aus Fernost. Courbet und was macht der Kopf, was soll die Heugabel und der Quader? Und Chillida, was machter da so horizontal. Dahingerafft auf freiem Feld, ein Mensch, ein Gott?

KunstKontrovers Italien 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Florenz/Ravenna. Hier werden keine Türme, Burgen, Schlösser oder Paläste gezeigt. Es geht um Geschichte und Inhalte. Wer ist der Mann mit dem Christuskind? Oder ist es oder war es kein Mann? Leonardo. Modigliani. Die Brücke in Florenz, aber makroskopisch. Ein Christus mit schwarzer Hautfarbe. Was soll das denn, aber schaut mal bei David Graeber nach. Ein Schlachtgetümmel. Verschleierte Frauen? Der Pavillon der anonymen staatenlosen Immigranten. Wo steht der oder ist das Fiktion in Venedig. Der gefallene Papst unter einem Geldsack. Der Künstler provoziert gern. Sein und Schein. Kirche und Kommunismus. Katastrophen und Kunst en masse.

KunstKontrovers Perpignan - 2023 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Perpignan. Die schöne Stadt am Mittelmeer unweit Spaniens Grenze. Occitanie. Hier geht es rund und Dali ist auch dabei. Hyacinthe Rigaud malte schöne Porträts. In der Nähe liegt der Ort Rivesaltes, wo nicht nur die entkommenen Spanienkämpfer darbten, sondern auch ein guter Apperitifwein hergestellt wird. Ein Bahnhof mit Episoden. Wo ist die Untertasse, oder was ist das? Wer einmal diese Stadt besucht hat, erkennt die Architektur. Ein wilder Reigen. Graffiti mit Inhalt. Die Weine des Roussillon und besonders im gesamten Languedoc begeistern mich immer wieder.

KunsKontrovers Beziers 2023 - 56 x 48 cm Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Beziers. Eine weiterer Höhepunkt in Okzitanien. Ein Fluss und ein Kanal. Orb und der Canal du Midi. Die Via Domitia. Die Cathédrale Saint-Nazaire und die Pont Vieux. Kelten, Römer, Sarazenen, Hugenotten. 1209 der Massenmord an den Hugenotten. Die Waldenser und Albigenser. Wer ist Max? Und warum das Lothringerkreuz? Jean Moulin, Sohn der Stadt, Held der Resistance. Wer kennt die Geschichte des omminösen Koffers. Der große Baumeister Pierre-Paul Riquet, der den Atlantik mit dem Mittelmeer verband. Die große "manifestation sociale 1907". Muss nachgelesen werden, wen es interessiert. Die Seilwinden sagen uns was über Stadt und Meer. Duchamps ist nicht alleine ready made. Das Flugzeug. Oppidum d'Enserune. Der Kanaltunnel von Le Malpas.

KunstKontrovers Barcelona - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage
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Barcelona. Gaudi, überall. El Peix. Gehry. Sagrada im Hintergrund. Ein denkmal über die Reise nach Bethlehem. Straße der Brüderlichkeit. Auf den Dächern. Atocha mit seinen Palmen. Hammer und Sichel? Eine andere Zeit. Olympiaturm. Barcelona hat sich einen anderen Weg als Touristenhotspot einzuschlagen und Paris geht auch diesen Weg. Entzerrung der Infrastruktur und ökologische Standards.

KunstKontrovers Madrid - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Madrid. Diese Treppe ist fest in einem sehr großen Museum installiert und wer nicht weiß, welches Museum das ist, wird diese Wendeltreppe auch nicht kennen. Die Telefonica. Erinnert euch 1938. Cervantes und seine Helden. Landarbeiter 1937. Goya. Eine Kunsttreppe im Glaspalais im Christal Palace im Retiropark. Guardia Civil, ehemals Mörderbande. Der fliegende Straßenkreuzer, eine Bombe die zündete. Los quatros generales sangen die Kampfbrigaden 1938. Rossy de Palma, in Mallorca geboren in Madrid und Paris reüssiert. Der kleine Schlittschuhläufer wurde aus einem anderen Land entlehnt. Gran Via, da musste sich der kleine Dicke aus Galizien verewigen. Ein Bank, deren Wände bepflanzt sind. Der Prado, aber klein genug. Cervantes auf dem Thron. Ein Gruß aus einer anderen Stadt. Der Spanische Bürgerkrieg hat der spanischen Metropole arg zugesetzt, aber trotz massiver Zerstörung sehr lange ausgehalten. Später hat dann der Generalissimo seine architektonischen Ideen des faschistischen Größenwahns ausgetobt, aber immerhin nicht so brutal wie in anderen Städten, die sein Stararchitekt verschandelt hat. Sorolla, da haben mich die Bilder verzaubert.

KunstKontrovers Maastricht - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Maastricht, nach der Wahl 2024 musste auch Holland oder die Niederlande einen Rechtsruck hinnehmen, was dem beschaulichen und pittoresken Städtchen Maastricht bestimmt nicht in den Kram passte, aber Maastricht ist nur die Kapitale der Region Limburg, erzkatholisch und von Bauern umrundet. De Beeren haben die meisten Stimmen in Limburg bekommen, nicht genug, dass Geert Wilders schon in Den Haag den Wählern einen Rechtsruck auf die gemütvolle Seele drückte. Scheint die Sonne, vergisst man in den vielen Straßencafés in der Altstadt schnell, wie flott es gehen kann und man muss die Rechte immer ernst nehmen. Weil man es nicht jedem ansehen kann. Aber bei einem Oude Genever vergisst der Städter schnell, was sich auf dem Land für Geister verbreitet haben.

KunstKontrovers Gent - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage
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Gent, die quirlige Metropole Flanderns, neben Brügge, ist für Touristen eine kurzweilige Kontemplation, aber das ist Gent nur an der Oberfläche der artifiziellen Gestaltung in Architektur und Kulturdenkmälern. Durch Gent zu flanieren, bedeutet für mich auf eine spannende Entdeckungsreise zu gehen und Orte aufzusuchen, die von den wenigsten erkannt werden. Dabei strömen übers Jahr Hunderttausende durch die Stadt und viele werden wahrscheinlich die guten Restaurants besser kennen, als als das, was so nebenher schön anzusehen ist. Der Genter Altar ist zwar auch zu sehen, aber nur identifizierbar, wenn man ihn gesehen hat. Das scheinbar Unwichtige und Nebensächliche, was Tag für über Jahrhunderte entstanden ist, mach dann die Gesamtheit der Stadt aus. Ein Psychiater schuf ein Haus der Kunst und der Geschichte der ganz besonderen Art.

KunstKontrovers Palermo- 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage. Palermo Siziliens Metropole zwischen Mittelalter, Barock und Neuzeit, zwischen katholischer Kirche, Inquisition und Mafia. Sie glauben, dass Sie Italien kennen? Und Sizilien auch? Ich zeige Ihnen Palermo, wie Sie es noch nie gesehen haben. Die Kuppeln der Kirchen können Ihnen bekannt vorkommen, vielleicht auch den Fischverkäufer, der einen Thunfisch trägt. Aber den dunkelhäutigen Jesus erkennen Sie nur, wenn Sie im Balaro herumgestreift sind. Unten sitzt der mordlustigste Mafiaboss, der für den Tod der Staatsanwälte und Mafiajäger Falcone und Borselino verantwortlich war.Salvatore „Totò“ Riina.Straßenbahnschienen und eine Neonleuchte einer anrüchigen Kneipe. Der Maxi-Prozess ganz unten wurde in dem riesigen Betonbunker im Ucciardone-Gefängnis abgehalten. Die Mafiosi kassierten hunderte Jahre Gefängnis.
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Sie glauben, dass Sie Italien kennen? Und Sizilien auch? Ich zeige Ihnen Palermo, wie Sie es noch nie gesehen haben. Die Kuppeln der Kirchen können Ihnen bekannt vorkommen, vielleicht auch der Fischverkäufer, der einen Thunfisch trägt. Aber den dunkelhäutigen Jesus erkennen Sie nur, wenn Sie im Balaro herumgestreift sind. Unten sitzt der mordlustigste Mafiaboss, der für den Tod der Staatsanwälte und Mafiajäger Falcone und Borselino verantwortlich war. Salvatore „Totò“ Riina.Straßenbahnschienen und eine Neonleuchte in einer anrüchigen Kneipe. Der Maxi-Prozess ganz unten wurde in dem riesigen Betonbunker im Ucciardone-Gefängnis abgehalten. Die Mafiosi kassierten hunderte Jahre Gefängnis. Aber Palermo kann nicht in ein paar Tagen durchschaut werden, ich habe lange gebraucht.

KunstKontrovers Bilbao - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Bilbao gilt als die Metropole des Baskenlandes und war bis in die siebziger Jahre das Zentrum der spanischen Schwerindustrie zusammen mit den Städten Barcelona, Gijon, Oviedo und Santander. Das Baskenland gehört zwar zu Spanien, bezeichnet sich aber als eigenständiges Territorium und bekam nach Francos Tod weitreichende Autonomierechte. Diese Stadt hat sich immer wieder erneuert oder sich mit größten Anstrengungen aus allen wirtschaftlichen Krisen wieder hochgearbeitet. Heute ist Bilbao eine der wichtigsten Kulturmetropolen der Iberischen Halbinsel. In Bilbao habe ich das beste Morte Subite geschleckt, eine Eisspeise, die wahrscheinlich nicht alle kennen werden. Mit der Bahn in die Berge und auf die Stadt schauen und die Spielerinnen in der großen Pelotahalle bewundern.

KunstKontrovers Rotterdam - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Rotterdam, eines der größten Häfen zumindest in Europa, hier ist der Brennpunkt des globalen Handels. Aber wer Rotterdam nur über die Museen und die atemberaubende Architektur kennt, weiß letztendlich nichts über diese im Kriege stark zerstörte Stadt, die sich immer wieder selbst neu erfunden hat. Es sind die Kunstwerke der Stadtentwicklung, der Infrastruktur, der Industrie und des Handels, die mich mehr bewegen als als alle Kunstobjekte von Künstlern der Kunstelite. Außer Zadkine. Es gibt jedes Jahr neue Überraschungen an Architektur und Kultur und auch wenn Amsterdam von vielen bevorzugt wird, Rotterdam ist ebenso spannend und vor allem innovativer.

KunstKontrovers Lüttich, Liege, Luik - 2021 - 56 x 48 cm - Preis auf Anfrage - Acryl auf Dibond, Dibond oder als hochwertiger Druck - alles auf Anfrage.
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Lüttich, Liege und Luik, aber Liege erscheint mir am Treffendsten zu sein. Liege liegt an der Maas und war zu Beginn des 20. Jahrunderts eine reiche und industriell starke Stadt, das Herz des belgischen Stahl- und Kohlereviers. Das ist längst vorbei, aber die Liegeois bemühen sich und schaffen immer wieder kleine Wunder. Besonders schön ist der große Markt am Sonntag, auf dem entlang der Maas alles gehandelt wird, was es gibt, tot und lebendig, antik oder Plunder. Billiard Karambolage und ein Mann der die Krimiwelt fundamental bereichert hat. Spektakulär und gefürchtet sind die vielen Treppen und für manche das Leben in der Altstadt nach 10 Uhr nachts. Die arabischen Restaurants verführen in 1000 und eine Nacht. Für manche für immer.

Siegen war in der Zeit als Eisen, Stahl und Kohle wichtige Wirtschaftsfaktoren waren, ein bedeutender Industriestandpunkt in Südwestfalen.
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Obwohl Siegen und Eiserfeld mit all den ringsherum liegenden Dörfern als Stadt sehr klein war, brummte dort die Industrie. Allerdings ging es in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts steil bergab mit der Industrie. Eisen und Stahl wurde im fernen Osten sehr viel billiger hergestellt und so verlor die Stadt an Bedeutung. Irgendwann wurde eine Universität gegründet, die allerdings heute von Studenten als gute Adresse bezeichnet wird. Zum Ende des Jahrhunderts bauten sie ein Kunstmuseum auf dem Berg über der Sieg. Dieses Kunstmuseum mauserte sich zu einer guten Adresse. Nach einer Tapies-Ausstellung beschloss ich ein Bild zu konstruieren. Außerdem wurden Fotografien Bernd und Hilla Bechers gezeigt. Siegen ist in der Kunstwelt berühmt geworden, weil Peter Paul Rubens dort geboren wurde. Rubens wirkte allerdings nicht in dem verschlafenen Städtchen, sondern emigrierte mit der Familie nach Antwerpen. Rubens war 10 Jahre alt. In Antwerpen entwickelte er sein Talent zur Malerei und seine Gemälde wurden weltberühmt. Wenn die Sonne scheint ist Siegen wie ein kleiner Sieg über jede Depression.

Triest oder Trieste. Wir waren da, mit dem Zug von Venedig an der Adria entlang durchs Friaul in die alte Stadt der Habsburger, Streitapfel in der Geschichte und alles ist sehenswert. Aber das zeige ich euch nicht, das könnt ihr bei Tripadvisor oder anderen Touristen-Portalen auf Bildern anschauen und über die Habsburger Herrschaft nachlesen. Von Miramare und und all den schicken KuK-Häusern, die man sich anschauen kann und wenn ihr dorthin fahren solltet, kann man wunderbar an der Mole entlang spazieren oder in der Stadt in einer schönen von Bäumen bestandenen Allee einen Café Cortado oder auch ein Gläschen Weißwein aus dem Veneto trinken. Wer was richtig Italienisches süffeln will, bestellt sich Chinotto, eine Bitterorangenlimonade. Wer sich erschreckt ob der martialischen Werkzeuge oder Traktiergeräte , muss wissen, dass am Rande von Triest ein KZ steht Risiera di San Sabba, auch das ist Triest, wie auch, im Faschismus gings drunter und drüber. D´Annuncio, der Hetzer und Schmeichler und die Schriftsteller Joyce, Saba, Svevo, Stuparich oder Slapater und Co. Carlo Scarpa hat im Museum Revoltella sehr schöne Architektur gestaltet. Fahrt hin und erfreut euch, wir haben es sehr genossen und waren von vielen Dingen oder Monumenten sehr beeindruckt. Aber das kommt in meinen Bildern nicht so vor.

Das erste Mal, als ich in Hamburg war, beendete ich gerichtlich meine Bundeswehrzeit, was leider mit unglücklichen Begleitumständen verbunden war. Danach musste ich zum Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts beruflich in die Stadt und auch diese Reise stand unter einem besonderen Stern, der sich schließlich als leuchtender Himmelskörper entwickelte und immer noch strahlt. Erst vor einigen Jahren durchstreifte ich die große Hansestadt in Begleitung eines ausgewiesenen Kenners, der fast schon seit Geburt dort lebte. Er zeigte mir innerhalb eines Tages, was diese Stadt an der Elbe über Jahrhunderte zu einer der bedeutensten Hafenstädte Europas gemacht hat. Nun habe ich Hamburg porträtiert, aber ich wollte wie immer nicht das zeigen, was alle kennen, weil sie Ansichtkarten bekamen, Fotobücher durchblätterten oder bei einem Besuch selbst gesehen haben. Ein Porträt muss nicht das zeigen, das stereotyp ein jeder zu kennen glaubt wie Paris, wenn der Eiffelturm zu sehen ist. Ein Porträt braucht nur Teile der DNA zeigen, die wichtig sind, um zu begreifen, was eine Stadt zu der Häuseransammlung gemacht hat, die wir heute sehen können. Auf diesem Bild werden nur diejenigen die Stadt Hamburg identifizieren können, die wirklich dort waren, wo sich kein Tourist hinbegibt oder hinwagt. So entsteht ein anderes Porträt und wird zu einem Bild, das auch diejenigen ansprechen kann, die nichts mit Hamburg zu tun haben.